Gloria in D-Dur
von Antonio Vivaldi
Alpen Adria Choir Villach / Coro Alpen Adria di Villaco / Zbor Alpen Adria Beljak
Gloria in D-Dur von Antonio Vivaldi
Antonio Vivaldis Gloria in D-Dur, RV 589 gehört zu den bekanntesten geistlichen Werken des Barock. Mit seinen festlichen Chorsätzen, ausdrucksstarken Arien und der farbenreichen Begleitung des Orchesters verbindet das Werk musikalischen Ausdruck mit innigen Momenten.
Gerade in der Weihnachtszeit entfaltet Vivaldis Gloria eine besondere Wirkung. Der Text des Lobgesangs und die festliche Musik greifen die Freude und die Botschaft des Weihnachtsfestes auf und machen das Werk zu einem besonderen Bestandteil der Advents- und Weihnachtszeit.
Der Alpen-Adria-Chor Villach erarbeitet Vivaldis Gloria unter der Leitung von Alberto Bussetini gemeinsam mit der Sopranistin Benedetta Zanotto, der Mezzosopranistin Sofie Kenda sowie dem Orchester Accademia d’archi Arrigoni unter der Leitung von Alessandro Cappelletto.
Das gemeinsame Projekt verbindet Musikerinnen und Musiker aus der Alpen-Adria-Region und bringt Vivaldis festliche Musik in der Weihnachtszeit zur Aufführung.
Aufführung in Villach
Wo: Stadtpfarrkirche St. Jakob in Villach
Wann: 8.12.2026 17:00
Karten bei den Sänger*innen und über oeticket.at
Benedetta Zanotto
Die Sopranistin Benedetta Zanotto kehrt zum Jungen Musikpodium Dresden-Venedig zurück. Bereits als Geigerin war sie Teil des Projekts und sammelte dort wichtige musikalische Erfahrungen. Nach ihrem Violinstudium widmete sie sich dem Barockgesang und entwickelte sich zu einer international gefragten Sopranistin.
Ihre warme, bewegliche Stimme und ihre Leichtigkeit in den Höhen machen sie zu einer besonderen Interpretin des Barockrepertoires. Sie studierte bei Monica Piccinini an den Konservatorien in Verona und Rovigo und besuchte Meisterkurse bei renommierten Spezialistinnen und Spezialisten der Alten Musik.
Inzwischen ist Benedetta Zanotto regelmäßig als Solistin und mit Ensembles für historische Aufführungspraxis in Italien und international zu hören. Auftritte bei renommierten Festivals und die Zusammenarbeit mit bedeutenden Ensembles zeugen von ihrer erfolgreichen Entwicklung.
Mit ihrer Rückkehr zum Jungen Musikpodium schließt sich ein Kreis: Aus der jungen Geigerin von damals ist eine international tätige Sängerin geworden. Ihre Teilnahme steht zugleich für die nachhaltige Wirkung, die das Junge Musikpodium auf den musikalischen Weg junger Künstlerinnen und Künstler haben kann.
Sofia Kenda
Sofie Kenda
Die österreichische Mezzosopranistin *Sofie Kenda (2001) studiert im Master Sologesang an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien bei Uta Schwabe. Ihr musikalisches Interesse gilt gleichermaßen der Oper, dem Lied und der geistlichen Musik. Dabei verbindet sie eine vielseitige musikalische Ausbildung mit besonderer Erfahrung im Konzert- und Oratorienbereich.
Zu ihren bisherigen Bühnenengagements zählt unter anderem die Partie der Dritten Dame in Mozarts „Die Zauberflöte“ am Stadttheater Bad Hall. Darüber hinaus war sie in zahlreichen Konzerten und Oratorienproduktionen zu hören. Sie sang unter anderem die Alt-Partie in Händels „Messiah“ sowie in Bachs „Weihnachtsoratorium“ mit der Kantorei Oberschützen und wirkte in Buxtehudes „Membra Jesu Nostri“ mit der Ulmer Kantorei mit.
Neben ihrer solistischen Tätigkeit verfügt Sofie Kenda über umfangreiche Erfahrung in der professionellen Chorarbeit. Von Februar 2025 bis März 2026 war sie als Karenzvertretung im Chor der Wiener Staatsoper engagiert und konnte dabei wertvolle Erfahrungen im internationalen Opernbetrieb sammeln.
Mit ihrer Verbindung von solistischer Tätigkeit, Opernerfahrung und intensiver Beschäftigung mit geistlicher Musik ist Sofie Kenda eine vielseitige junge Sängerin, die unterschiedliche Bereiche des klassischen Gesangs miteinander verbindet.
Alessandro Cappelletto
Alessandro Cappelletto (1992) ist Geiger, Komponist und Dirigent. Er studierte Violine am Konservatorium „Agostino Steffani“ in Castelfranco Veneto bei Marina Sarni und vervollständigte seine Ausbildung bei Dimitri Chichlov, Giovanni Guglielmo sowie an der Accademia Chigiana in Siena bei Giuliano Carmignola.
Seit 2012 ist er als Stimmführer der zweiten Violinen im Orchester des Teatro La Fenice in Venedig tätig. Darüber hinaus übernahm er bei verschiedenen Produktionen die Position des Konzertmeisters, unter anderem bei Ariadne auf Naxos. Als Gast arbeitete er mit bedeutenden Orchestern wie dem Orchester der Royal Opera House Covent Garden, dem Teatro Carlo Felice, dem Teatro Massimo di Palermo und dem Orchester sowie der Filarmonica della Scala zusammen. Als Konzertmeister war er zudem bei der Filarmonica ’900 des Teatro Regio di Torino und am Teatro Verdi di Trieste tätig.
Als Solist führte er unter anderem Prokofjews 2. Violinkonzert mit dem Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza auf. Eine besondere Verbindung zur historischen Aufführungspraxis hat er durch seine langjährige Tätigkeit beim europäischen Jugendprojekt Junges Musikpodium Dresden-Venedig, dessen Tutor er von 2013 bis 2023 war. In diesem Rahmen trat er in Italien und Deutschland als Solist und Konzertmeister auf.
Neben seiner Tätigkeit als Geiger beschäftigt sich Cappelletto intensiv mit Komposition und Dirigieren. Sein Kompositionsdiplom erwarb er ebenfalls am Konservatorium „Agostino Steffani“. 2019 erhielt er eine lobende Erwähnung beim internationalen Kompositionswettbewerb Premio Valentino Bucchi. Als Dirigent studierte er bei Donato Renzetti und leitete unter anderem Neuproduktionen von Histoire du soldat und Satyricon am Teatro La Fenice sowie Pierrot Lunaire in Rom. Darüber hinaus dirigierte er das Orchestra Regionale Filarmonia Veneta und das Orchestra di Padova e del Veneto.
Alberto Busettini
Alberto Busettini (Udine, 1978) ist Cembalist und Musiker mit internationaler Konzerttätigkeit. Er studierte bei Christophe Rousset an der Accademia Chigiana in Siena (Diplom mit Auszeichnung) und ist als Solist und Continuospieler bei renommierten Alte-Musik-Festivals in Europa, Asien und den USA aufgetreten, u. a. in Berlin, Bayreuth, Buenos Aires, Ljubljana, San Diego und Singapur.
Er arbeitete mit Künstlern wie Stefano Montanari, Sara Mingardo, Alfredo Bernardini, Sergey Malov und dem Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon zusammen, ebenso mit dem ContrArco Baroque Ensemble und der Accademia d’Archi Arrigoni (Ersteinspielung von Violinkonzerten J. G. Grauns).
Seit 2023 ist er Chorleiter des Coro del Friuli Venezia Giulia. Außerdem engagiert er sich seit 20 Jahren im europäischen Ausbildungsprojekt Junges MusikPodium Dresden – Venedig.
Jüngste Höhepunkte: Cembalist in Vivaldis Bajazet am Teatro La Fenice (2024), Debüt als Gastdirigent in Singapur, Einladung zu einem Recital in Tokio (2025). Er ist künstlerischer Leiter des Festivals Risonanze.
Wir freuen uns, dass er seit Herbst 2025 neuer Chorleiter des Alpen Adria Chores ist, und freuen uns über die neuen musikalischen Impulse, die Alberto einbringt.
Accademia d’archi Arrigoni
Seit 2009 widmet sich die Accademia d’archi Gian Giacomo Arrigoni der Ausbildung junger Musikerinnen und Musiker im Bereich der Kammer- und Orchestermusik. Internationale Dozentinnen und Dozenten vermitteln dabei ihre Erfahrung und arbeiten mit den jungen Musikerinnen und Musikern an einem breiten musikalischen Repertoire.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Jugendensemble der Akademie, das regelmäßig bei zahlreichen Konzerten an bedeutenden Spielorten auftritt und dabei mit international renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie Enrico Bronzi, Enrico Dindo, Natalia Gutman, Fabrizio Meloni, Dmitry Smirnov, Giovanni Sollima und Alessandro Taverna zusammenarbeitet.
Seit 2013 veranstaltet die Akademie außerdem die Konzertreihe „San Vito Musica“, die sich mit besonderen Programmen und alternativen Zugängen durch die Musikgeschichte bewegt. Zu Gast sind renommierte Solistinnen und Solisten, Ensembles und Dirigenten aus Italien und dem Ausland.
Ein Höhepunkt der Tätigkeit ist der internationale Wettbewerb „Piccolo Violino Magico“ für junge Geigerinnen und Geiger bis 13 Jahre. Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt treffen dabei in San Vito al Tagliamento aufeinander. Eine Besonderheit des Wettbewerbs ist, dass die jungen Solistinnen und Solisten bei ihren Auftritten stets von einem Orchester begleitet werden. Der Wettbewerb wird zudem live über den New Yorker The Violin Channel übertragen.
Auch im Bereich der Tonträgerproduktion ist die Akademie aktiv. 2014 entstand eine Aufnahme der Violinkonzerte und Concerti grossi von Federigo Fiorillo, die von Amadeus als CD des Monats ausgezeichnet wurde. 2022 folgte die weltweit erste Einspielung der Violinkonzerte von Johann Gottlieb Graun. 2025 erschienen bei Brilliant Classics die Klavierkonzerte von Antonio Salieri, die ebenfalls international positive Resonanz erhielten und im Rahmen einer Konzerttournee präsentiert wurden.
Alpen Adria Chor Villach
Der Kaufmännische Gesangsverein Villach, der heute als Alpen-Adria-Chor Villach bekannt ist, blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, die tief in der kulturellen Tradition der Stadt Villach verwurzelt ist. Seit seiner Gründung hat sich der Chor kontinuierlich weiterentwickelt und dabei einen wichtigen Beitrag zum musikalischen Leben Villachs und der Alpen-Adria-Region geleistet.
Was einst als Gesangsverein von Kaufleuten begann, entwickelte sich über mehr als ein Jahrhundert zu einem vielseitigen Chor, der sich immer wieder an neue gesellschaftliche und musikalische Rahmenbedingungen angepasst hat. Diese Entwicklung prägt den Chor bis heute und steht für seine Lebendigkeit und seine Verbundenheit mit der Stadt und ihrer kulturellen Tradition.
Unter der Leitung von Alberto Bussetini widmet sich der Alpen-Adria-Chor heute einem vielfältigen Repertoire mit einem besonderen Schwerpunkt auf anspruchsvoller geistlicher und klassischer Chormusik. Ein wichtiger Bestandteil der Chorarbeit ist die Zusammenarbeit mit Solistinnen und Solisten sowie Orchestern und Ensembles aus Österreich, Italien und den angrenzenden Regionen.
Als Alpen-Adria-Chor versteht sich das Ensemble dabei auch als musikalische Brücke zwischen den Kulturen und Regionen des Alpen-Adria-Raumes. Konzerte und gemeinsame Projekte mit Partnern aus Italien, Slowenien und Österreich verbinden musikalische Traditionen und schaffen Raum für kulturellen Austausch.
Die Geschichte des Chores ist damit zugleich eine Geschichte ständiger Veränderung und Weiterentwicklung. Aus dem Kaufmännischen Gesangsverein ist ein Chor geworden, der die musikalische Tradition seiner Heimat mit Offenheit für neue Projekte und grenzüberschreitende Zusammenarbeit verbindet.
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